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Eine Zeitreise in die Unterwelt.

Aggertalhöhle

Die Faszination des Höhlenforschers. Meeresfossilien, die 360 Millionen Jahre alt sind, Muschelreste, ehemalige Korallenriffe, Tropfsteine und lustige Auswaschungen machen den Besuch zu einem echten Erlebnis.

Aggertalhöhle

Informationen

Adresse. Aggertalhöhle Ründeroth,
 In Krümmel 39,
 51766 Engelskirchen-Ründeroth, Telefon 0226-70702, www.aggertalhoehle.de www.facebook.com/Aggertalhohle

Öffnungszeiten. 15. März - 1. November, Donnerstag - Sonntag sowie an gesetzlichen Feiertagen, 10-17.00 Uhr, Führungen finden stündlich statt, keine Anmeldung nötig.

Wissenswertes. Feste Schuhe mitbringen und warm anziehen, ganzjährig herrscht hier eine Temperatur von 6-8 Grad Celsius, die Luftfeuchtigkeit ist über 80 Prozent. Auf Anfrage werden „Ruhemöglichkeiten“ zum Verweilen (z.B. bei Asthma wohltuend) geschaffen. Die Höhle ist stellenweise eng, der geführte Weg ist aber problemlos für alle, ohne Auf- und Abstieg zu bewältigen.

Führungen. Die Wissenschaft steht nicht still. Die aktuellen Erkenntnisse werden bei den Führungen der Höhlenforscher auf unterhaltsame Weise vermittelt. Da die Führungen von wirklich begeisterten Höhlenforscher durchgeführt wird (was natürlich rüberkommt), erfährt man viele interessante Details über die Entstehung, Geologie und Erdgeschichte.

Die Aggertalhöhle hat eine Länge von 1.071 Meter und führt bis 31 Metern unter die Erde. Sie liegt im Naturschutzgebiet Altenberg im Walbachtal zu dem mehrere kleinere Höhlen gehören.

Das Sehenswerte sind die vielen Versteinerungen von Meeresfossilien, die zahlreichen Aragonit Kristallnadeln (Überreste der ehemaligen Korallenriffen), sowie freigelegte Tonschieferschichten und verschiedene Auswaschungen, in welchen man mit etwas Fantasie einen Adler, einen Elefanten oder auch einen Drachenkopf erkennen kann.

Pastorengang. Der Name hat sich eingebürgert, nachdem ein wohlgenährter Pastor in dem schmalen Durchgang stecken blieb. Der Geistliche wurde offensichtlich von Arbeitern in die Höhle gelockt und musste viele Stunden im Dunkeln ausharren bis man ihn schließlich mit Schmierseife aus der misslichen Lage befreien konnte.

Fledermäuse

Rund 40 Fledermäuse überwintern alljährlich in der Höhle, weshalb die Höhle zum 1. November geschlossen wird.

Nicht viele Lebewesen sind an die extremen Bedingungen dieser Höhle angepasst. So beschränkt sich die Flora, dessen Sporen durch die Besucher in die Höhle gebracht werden, auf die Wege mit elektrischer Beleuchtung.

Hobby Höhlenforscher

Die Aggertalhöhle wird vom Arbeitskreis Kluterthöhle e.V. wissenschaftlich betreut und erforscht. Höhlenforscher werden, ein interessantes Hobby für alle, die an Neuentdeckungen in der Unterwelt interessiert sind. Man lernt die Umwelt kennen, die sonst kaum ein Mensch zu sehen bekommt. www.akkh.de

Aggertalhöhle

Historisches

Die Höhle, (damals Ründerother Höhle genannt) wurde 1773 zufällig entdeckt, als ein Waldarbeiter in die Tiefe stürzte. 

1890 wurde ein 30 m langer horizontaler Zugangsstollen gebohrt. Wegen des Besitzers Theodor Guilleaume (Fabrikant und Erfinder des Drahtflachseils) nannte man die Höhle seinerzeit Guilleaume-Höhle. 

1910 war die Höhle im Privatbesitz der Familie Wolff die einen erste Höhlenplan angefertigte, die Höhle mit elektrischer Beleuchtung versah und für die Besichtigung ausbaute. 1930 öffnete die Höhle (damals Felsen- und Muschelhöhle genannt) erstmals für Besucher.

Gegen Ende des 2. Weltkrieges diente die Höhle als Luftschutzkeller (1945). Führungen fanden erst wieder ab 1948 statt. 1950 wurde die Höhle in Aggertalhöhle, da sie sich im Nebental des Flusses Agger befindet, umbenannt.

Seit 1995 wird die Aggertalhöhle durch den Arbeitskreis Kluterthöhle e.V. wissenschaftlich betreut und erforscht. Bei neuen Vermessungen wurden etliche neue Gänge entdeckt, so dass sich die Gesamtganglänge auf 1.071 Meter vergrößerte.