• Katholische Kirche St. Mariä Himmelfahrt in Hückeswagen

    Katholische Kirche St. Mariä Himmelfahrt in Hückeswagen

    >>

Katholische Kirche im Rundbogenstil

Neuromanische Kirche

Das Fundament der neuromanischen Kirche stammt aus drei Hückeswagener Steinbrüchen. Nur anderthalb Jahre nach Grundsteinlegung im Jahre 1881 wurde die kirchliche Weihe erteilt.

Die katholische Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt ist eine von drei großen Kirchenbauten in Hückeswagen und befindet in der Hückeswagener Altstadt. Sie ist Teil eines Gebäudeensembles der katholischen Pfarrgemeinde, mit Pfarrhaus und einem modernen Anbau.

Kath. Kirche Hückeswagen

Informationen

Adresse. Katholische Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt, Weierbachstraße, 42499 Hückeswagen. www.gemeinden.erzbistum-koeln.de

Öffnungszeiten. Montag-Donnerstag von 9.00 Uhr – 11.00 Uhr, Dienstag 16.00 Uhr – 17.00 Uhr, Donnerstag 16.00 Uhr- 18.00 Uhr.

Kirchen in Hückeswagen

Historisches

Vor dem Bau der Kirche teilten sich die katholische und die evangelische Gemeinde von Hückeswagen die ehemalige St.-Nikolaus-Kirche, den Vorgängerbau der heutigen evangelischen Pauluskirche.

Das Patronat St. Mariä Himmelfahrt existiert seit 1682. Damals wurde das alte Patronat, das Nikolaus- und Katharinenpatronat abgelöst. Auslöser war der Hückeswagener Religionsvergleich mit den Reformierten von 1674, in Zuge dessen die Katholiken den Palas des Schlosses als Kirche zugesprochen bekamen. Auch die Wipperfürther Franziskaner hatten dem neuen Patronat zugestimmt. 1683 zog die Katholische Gemeinde aus der St. Nicolaus-Kirche aus und in ihr neues Domizil ein.Pfarrer Johann Peter Heinrich Giesen (1797–1892), der in Stadt und Land auch „der Bettelpfarrer“ genannt wurde, schaffte es schließlich, die erforderlichen 94.000 Mark einzusammeln, so dass der Bau einer neuen Kirche beginnen konnte. Einen großen Anteil daran hatte auch eine „Wertsachenlotterie“, die alleine 36.013,88 Mark in die leeren Kassen der Gemeinde spülte. Am 7. Juni 1881 wurde der Grundstein für das Gotteshaus gelegt.

Baustil

Bei der Festlegung des Baustils entschied man sich für eine so genannte Schiffkirche im Rundbogenstil wobei als Vorbild die spätromanische St.-Nikolaus-Kirche in Wipperfürth diente.

Die Steine des Fundamentes der Kirche stammten aus drei Hückeswagener Steinbrüchen; für das Außenmauerwerk nutzte man einen Bruch in Wipperfürth. Am 12. November 1882, nur anderthalb Jahre nach der Grundsteinlegung, wurde dem neuromanischen Gotteshaus die kirchliche Weihe erteilt. Im Gedenken an Pfarrer Giesen wurde seine Grabplatte links neben dem Hauptportal angebracht.

Glocken

Ursprünglich wurden in den Turm drei Glocken von der Firma Claren aus Sieglar eingebaut. Diese wurden aber nach dem Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen und 1956 durch vier Bronzeglocken ersetzt.

Baugeschichte

Von 1957 bis 1959 wurde St. Mariä Himmelfahrt eine Parallelkirche, da eine Kirchenerweiterung notwendig geworden war. Das linke Seitenschiff wurde niedergerissen und mit einem Neubau versehen; der rechte Teil blieb bestehen.
Bei der letzten Renovierung von 1996 bis 1997 wurde dann der Altarbereich neu gestaltet. Nicht ein Künstler, sondern das Architektenbüro Dahmen und Mertens aus Düsseldorf wurde beauftragt. Verwendet wurde ein Anröchter Dolomit aus dem Sauerland, der wesentliche Bestandteile wie Altar, Taufbecken oder Tresorvitrine umfasst. Vier zuvor schmucklose Rundfenster des Seitenschiffes wurden erneuert. 
Die Kolpingsfamilie stiftete ein Fenster zu Ehren von Adolph Kolping, eine in den Ruhestand gehende Schwester stiftete ein Fensterbildnis der Heiligen Agnes, hinzu kommen noch ein Fenster der Heiligen Cäcilia sowie ein Franziskus-Fenster. Diese vier neuen Fenster ergänzen das bereits bestehende Katharinenfenster, womit fünf bemalte Fenster heute das Seitenschiff zieren.