• Die evangelische Pauluskirche der Schloss-Stadt Hückeswagen

    Die evangelische Pauluskirche der Schloss-Stadt Hückeswagen

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Paulskirche Hückeswagen

Als Wahrzeichen steht die Pauluskirche neben dem Schloss am Ende der historischen Marktstraße. Typisch fürs Bergische Land bilden Altar, Kanzel und Orgel eine Einheit.

Informationen

Adresse. Pauluskirche der Evangelische Kirchengemeinde,  Marktstraße 51, 42499 Hückeswagen, Telefon 02192 4366, www.ev-kirche-hueckeswagen.de

Wissenswert. Die Kirche ist nicht immer geöffnet. Die Aktion "Offene Kirche" bietet im Sommer, an Sonntagen die Möglichkeit die Kirche zu besichtigen.

Paulskirche Hückeswagen

Historisches

Die eigentliche Geburtsstunde des Gotteshauses waren der Stadtbrand 1753 und ein Feuer mehrere Jahre später. Danach konnte der Gottesdienst nur unter großen Gefahren in der Nikolauskirche (dem Vorgängerbau der Pauluskirche) abgehalten werden. Statt der aufwändigen Reparatur entschloss man sich schließlich zum Neubau. Die Kosten waren enorm, weshalb ein Platz in der Kirche bares Geld kostete. Gemeindemitglieder, die in der alten Kirche einen Sitzplatz inne hatten, mussten bis drei Reichstaler „Verbesserungsgeld“ zahlen.

Baugeschichte

Die Pauluskirche wurde (1782 -1787) im Stil des so genannten „Bergischen Barocks“ auf dem Platz der Vorgängerkirche St. Nicolaus erbaut. Forschungen lassen vermuten, dass an gleicher Stelle bereits Ende des 11. Jahrhunderts eine Kapelle gestanden hat. 
Typisch für Kirchen im Bergischen Land ist die Einheit von Altar, Kanzel und Orgel. Bei der letzten großen Renovierung der Kirche (1969 -1974) fand man zahlreiche Skelette des Friedhofes, der sich seinerzeit um die alte Nikolauskirche befand. 

Glocken

Die Glocke der Pauluskirche hatte einen Sprung und musste 1907 das zweite Mal neu gegossen werden. Die Inschrift lautet: „Der neuen Glocke der alte Spruch: Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid. Gegossen 1840, umgegossen 1877, wieder umgegossen 1907.“

Im Ersten Weltkrieg (1917) wurde das Material benötigte, weswegen die Glocke kurzerhand eingeschmolzen wurde.