• Ein toller Ausflug ist die Besichtigung der Bevertalsperre in Hückeswagen

    Ein toller Ausflug ist die Besichtigung der Bevertalsperre in Hückeswagen

    >>

Besichtigen, experimentieren, verstehen

Talsperre

Imposante Bauwerke. Die Talsperren sind wichtig, ob als Hochwasserschutz oder zur Trinkwasserversorgung.

Gigantische Mauern halten tagtäglich dem Druck des Wassers stand. Die Bevertalsperre im Bergischen Land liegt idyllisch eingebettet in schönster Natur und bietet so ideale Möglichkeiten für Erholung und Spaß am und auf dem Wasser.

Talsperren-Führungen für Gruppen

Der Wupperverband bietet nach vorheriger Terminvereinbarung Führungen durch die Stauanlage an. In der Regel von Montags - Donnerstags zwischen 9.00 - 14.00 Uhr. Regelmäßig finden auch Tage „der offenen Tür“ statt. Desweiteren werden Sonderführungen für Schulklassen 1-5 angeboten. 

Die Kurse dauern jeweils 3 Stunden und beginnen mit einer Einführung in die Funktionsweise der Talsperre. Anschließend besichtigen die Schüler/-innen den Kontrollgang im Staudamm und die Wasserkraftanlage der Talsperre. Der zweite Teil des Kurses ist dem praktischen Experimentieren gewidmet. Die Schüler/-innen können ein eigenes Wasserrad bauen und in einem kleinen Wasserlauf testen.

Bevertalsperre-Führung

Informationen

Der Wupperverband und das Naturgut Ophoven bieten Führungen an den Talsperren, in der Regel kostenfrei an. Anmeldungen über  NaturGut Ophoven, Britta Dämmer, Talstraße 4,51379 Leverkusen, 02171-73499-44  www.naturgut-ophoven.de oder www.wupperverband.de

Wasserwirtschaft

Bevertalsperre

Ursprünglich wurde in der Ortschaft Wefelsen eine Sperrmauer nach dem Intze-Prinzip gebaut. 1898 hatte die Talsperre ein Fassungsvermögen von 3,3 Millionen m³. Sie war die erste Nutzwasser-Talsperre des Wuppergebietes. Nachdem sie 1938 erweitert wurde, fasst sie 23,7 Millionen m³. Die alte Sperrmauer wurde dazu im oberen Bereich abgetragen und weiter südlich ein viel größerer Staudamm gebaut. Dieser ist ein Steinschüttdamm mit einer Stahlinnendichtung.

Das Einzugsgebiet der neuen Talsperre vergrößerte sich auf 25,7 km²; der mittlere jährliche Zufluss liegt bei 21,4 Mio. m³. Bei einem Stauziel von 295,53 m ü. NN hat die neue Bevertalsperre einen Inhalt von 23,7 Mio. m³ und war bis zur Fertigstellung der Wupper-Talsperre 1987 die größte Talsperre des Wuppergebietes und Wupperverbandes.

Mit der neuen Talsperre sollte eine Verbesserung des Hochwasserschutzes und eine bessere Niedrigwasserführung in der Wupper erreicht werden. Heute gewährleistet das Talsperrensystem, bestehend aus Lingese-, Brucher-, Bever- und Wuppertalsperre, dass auch in trockenen Jahreszeiten bis zu 5 m³/s Wasser in der Wupper fließen, gemessen am Pegel Kluserbrücke in Wuppertal.

Zweck der Talsperre

Der Stausee enthält kein Trinkwasser, sondern dient dem Hochwasserschutz, der Niedrigwasseraufhöhung sowie als Überlauf der benachbarten Neyetalsperre. Bevertalsperre und Neyetalsperre sind daher durch einen Stollen verbunden, genannt Bever-Block. Das je nach Wasserstand bis zu 200 Hektar große Gewässer ist heute ein sehr beliebtes Erholungsgebiet mit vielen Freizeitmöglichkeiten.

Die alte Staumauer 

Alte Staumauer der Bevertalsperre (1931-1938) Die Daten der alten Staumauer im Überblick: Höhe über Gründung 25 m, Höhe der Mauerkrone 288,25 m, Kronenbreite: 4 m, Sohlenbreite: 17 m, Stauziel: 287,03 m ü. NN

Die neue Staumauer

1930 entstand der Wupperverband, dessen erstes großes Projekt der Bau einer neuen Staumauer war. 1935 nach umfangreichen, schwierigen Gründungsarbeiten begannen die Bauarbeiten. Die Dammschüttung wurde im Wesentlichen 1937 bewältigt, 33.000 m³ Beton und rund 1.000.000 m³ Boden waren einzubauen. Neben zahlreichen Großgeräten waren bis zu 650 Mann an der Baustelle beschäftigt. Offiziell wurde die "neue" Bevertalsperre 1938 in Betrieb genommen. Der Staudamm hat eine vertikale Kerndichtung aus einer 8 mm starken, gewellten Stahlblechwand mit davor liegendem Dichtungslehm, der wiederum durch steinigen Lehm und eine starke Steinpackung zur Wasserseite hin abgedeckt ist. Luftseitig der Stahlblechwand ist ein Sand-Kiesfilter eingebaut, an das sich der Stützkörper des Dammes aus durchlässigen Bodenschichten anschließt. Die geschweißte Stahlblechwand ruht auf einem Betonsockel (Herdmauer), durch den ein Kontrollgang führt. Von diesem Gang aus wurde die Untergrungverdichtung bis zu einer Tiefe von 30 m durch Zementeinpressungen vorgenommen.