Schatzsuche der modernen Art

Geocaching für Fortgeschrittene und Anfänger

Geocache-Suche oder GPS-Touren zum Schnuppern, spezielle GPS-Touren mit Aufgaben. Hier ist für jeden etwas dabei.

GPS-geführte Wanderung, große GPS-Wanderrallye oder eine echte Geocaching-Tour stehen zur Auswahl. GPS-Neulinge sammeln erste Erfahrungen und Fortgeschrittene lösen komplexe Aufgaben und suchen verborgene Geocaches. Eine moderne Schnitzeljagd, die Technik und Natur verbindet. 

Geocaching in Lindlar

Information

Die GPS-Geräte können für kleines Geld ausgeliehen werden. Reservierung nötig.

Lindlar Touristik, am Marktplatz 1, 51789 Lindlar, Telefon 02266-96407, www.lindlar-touristik.de/geocaching oder Jugendherberge Lindlar, Telefon 02266-5264

GPS-Touren für Familien

Es findet eine kurze technische Einweisung statt. Die Touren führen zu Grauwacke- Steinbrüchen, historische Wegekreuze und Kapellen, jahrhundertealte Landwehren, Wege der Steinhauer, ein Mausoleum, Streuobstwiesen und Fachwerkhäuser.

GPS-Schnitzeljagd

Was ist Geocaching?

Geocaching auch GPS-Schnitzeljagd genannt, ist eine Art elektronische Schatzsuche oder Schnitzeljagd. Die Verstecke (Geocaches) werden anhand geografischer Koordinaten im World Wide Web veröffentlicht und können anschließend mit Hilfe eines GPS-Empfängers gesucht werden. Mit genauen Landkarten ist auch die Suche ohne GPS-Empfänger möglich.

Ein Geocache ist in der Regel ein wasserdichter Behälter, in dem sich ein Logbuch sowie verschiedene kleine Tauschgegenstände befinden. Jeder Besucher trägt sich in das Logbuch ein, um seine erfolgreiche Suche zu dokumentieren. Anschließend wird der Geocache wieder an der Stelle versteckt, an der er zuvor gefunden wurde. Der Fund wird im Internet auf der zugehörigen Seite vermerkt und gegebenenfalls durch Fotos ergänzt. So können auch andere Personen die Geschehnisse rund um den Geocache verfolgen.

Wesentlich beim gesamten Such- und Tauschvorgang ist, dass von anderen anwesenden Personen das Vorhaben nicht erkannt wird und so der Cache Uneingeweihten verborgen bleibt.

Die Anfänge der modernen Schnitzeljagd

Historisches

Durch die Abschaltung der künstlichen Verschlechterung des GPS-Signals durch die US-Regierung am 2. Mai 2000 wurde der Einsatz der GPS-Geräte im privaten Einsatzgebiet praktikabel. Die bisherige Genauigkeit der Positionsbestimmung per GPS-Signal wurde für nichtmilitärische Nutzer von ca. 100 Meter auf etwa 10 Meter erhöht. Um diese Verbesserung zu feiern, schlug Dave Ulmer am 3. Mai 2000 vor ein weltweites Spiel zu starten und an besonderen Orten Behälter mit Tauschobjekten und einem Logbuch zu verstecken. Als Regeln formulierte er „Get some Stuff, Leave some Stuff“ – „Nimm Zeug heraus, hinterlasse Zeug“ und das Führen eines Logbuchs, in dem sich die Finder eintragen und den Tausch von Gegenständen dokumentieren können.

Der erste Geocache

Am 3. Mai 2000 vergrub Dave Ulmer in der Nähe der Stadt Portland im US-Bundesstaat Oregon an der Position einen schwarzen Plastikeimer, in dem er neben CDs, einer Videokassette, Geldscheinen, einem Buch und einer Steinschleuder auch eine Konservendose mit Bohnen hinterlegte. Anschließend veröffentlichte er die Koordinaten des Verstecks.

Innerhalb eines Tages wurde es als erstes von Mike Teague gefunden. Drei Tage später erstellte dieser eine private Website, auf der er die wachsende Anzahl von Verstecken und deren Koordinaten dokumentierte.

Das Original von Dave Ulmer wurde später stark beschädigt und existiert in der ursprünglichen Form nicht mehr. Als Erinnerung wurde an der ursprünglichen Stelle ein neuer Geocache und eine Gedenktafel platziert.

Jeremy Irish richtete am 2. September 2000 eine eigene Website geocaching.com zur Auflistung der Caches ein. Diese übernahm alle bisherigen Eintragungen von der alten Seite, die Mike Teague aus Zeitgründen nicht weiter aktualisieren konnte.

Weltweite Verbreitung

Laut der Datenbank des größten Geocache-Verzeichnisses geocaching.com existieren heute weltweit insgesamt über 2.000.000 aktive Caches, davon befinden sich fast 280.000 in Deutschland, über 18.000 in der Schweiz und über 28.000 in Österreich. In den USA befinden sich mit etwa 844.000 die meisten Caches (Stand: Dezember 2012)