• Max und Reinhard Mannesmann, Erfinder des Schrägwalzverfahrens und nahtloser Stahlrohre

    Max und Reinhard Mannesmann, Erfinder des Schrägwalzverfahrens und nahtloser Stahlrohre

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Schrägwalzverfahren

Max und Reinhard Mannesmann

Entdeckung des Schrägwalzverfahrens und nahtloser Stahlrohre schufen ungeahnte Möglichkeiten.

Reinhard (1856-1915) und Max Mannesmann (1857-1915) entwickelten eine Methode ein nahtloses Stahlrohr zu walzen. Später gelang es ihnen ein Schrägwalzverfahren zu entwickeln, das eine Endlosproduktion ermöglichte. Auf diese bahnbrechende Erfindung erhielten sie 1885 ein Patent.

Mannesmann-Rohre 

Mannesmann-Rohre stand als Synonym für nahtlose Stahlrohre, und waren den Guss- und Schweißrohren weit überlegen. Sie eröffneten vor allem im Fahrzeug-, Maschinen- und Anlagenbau ungeahnte Möglichkeiten und verschafften den Brüdern ein großes Vermögen.
Reinhard und Max Mannesmann aus Remscheid entwickelten mit ihren vier Brüdern viele Erfindungen und haben rund 1000 Patente eingetragen. Zu weiteren bekannten Errungenschaften zählen das Gasglühlicht, (eine Energieeinsparung von 60%) oder das erste Fertighaus aus Betonplatten. Zu den eher skurrilen Erfindungen gehört der Zehenschuh.

Information

Adresse. Brüder Mannesmann Werkzeuge GmbH, Lempstrasse 24, 42859 Remscheid, www.br-mannesmann.de

Die Brüder Alfred (1859-1944) und Carl Mannesmann gründeten 1931 in ihrer Heimatstadt Remscheid die Brüder Mannesmann GmbH.

Historisches

Der Name Mannesmann geht im Bergischen Land zurück bis zu Johann Heinrich Mannesmann (1750). Die Familie war immer unternehmerisch tätig und forschte nach neuen Werkstoffen und Fertigungsverfahren.

Reinhard Mannesmann sen. (1814-1894) übernahm die väterliche Feilenfabrik. Seine Söhne Reinhard und Max entwickelten ein Walzverfahren zur Herstellung nahtloser Stahlrohre (1885). Die bahnbrechende Erfindung des Schrägwalz-Pilgerschrittverfahrens (1890) eröffnete ungeahnte Möglichkeiten. Das "Mannesmann-Verfahren" ist eine bis heute angewandte Methode zur Herstellung von nahtlosen Stahlrohren.

Mit dem Erwerb verschiedener Beteiligungen in der Stahlerzeugung sowie im Kohlen- und Erzbergbau sicherte sich Mannesmann die eigene Rohstoffversorgung.

Nach dem Ersten Weltkrieg erweiterte der Konzern seine Produktpalette durch eine Maschinenfabrik und ein eigenes Hüttenwerk. 1929 waren somit alle Produktionsschritte in einem Unternehmen integriert.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die Werke von den Alliierten in einzelne Aktiengesellschaften zerschlagen. 1955 gelang ein erneuter Zusammenschluss unter Führung der Mannesmann AG. In dieser Zeit gründete der Konzern weltweit Stahl- und Röhrenwerke.

1960 war Mannesmann AG mit in- und ausländischen Tochtergesellschaften einer der bekanntesten deutschen Industriekonzerne. In den nachfolgenden Jahren gab es etliche Umstrukturierungen, Beteiligungen und Investitionen. 1969 entstand unter dem Dach des Mannesmann-Konzerns einer der weltgrößten Röhrenproduzenten, die Mannesmannröhren-Werke AG.

Die atemberaubenden Gewinne im Mobilfunk veranlassten den Mannesmann Konzern alles darauf zu konzentrieren (Ausnahme die Mannesmannröhren-Werke AG). Im Jahre 2000 wurde in einer spektakulären feindlichen Übernahme der Mannesmann Konzern von dem britischen Mobilfunkkonzern Vodafone übernommen und die Mannesmannröhren-Werke AG an Salzgitter AG verkauft.

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