• LVM-Industriemuseum Oelchenshammer in Engelskirchen bietet tolle Schmiedevorführungen

    LVM-Industriemuseum Oelchenshammer in Engelskirchen bietet tolle Schmiedevorführungen

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Oelchenshammer in Bergisch Gladbach

Wie wurde Stahl produziert?

LVR Industriemuseum

Hier kann man es sehen: Bei den Vorführungen der 200 Jahre alten Anlage mit Stauteich, historischen Wasserrädern und Hämmern.

Früher arbeiteten acht Leute an den vier Hämmern im Oelchenshammer. Die zwei Lehrlinge öffneten mit einer Holzstange das Wehr, damit das Wasser über die Wasserräder schoss und die wuchtigen Schmiedehämmer anwarf. Der Schmied hielt dann, mit einer langen Zange, die glühenden Eisenteile darunter. 

Informationen

Adresse. LVR-Industriemuseum, Oelchenshammer, Oelchensweg, 51766 Engelskirchen-Bickenbach, Info kulturinfo rheinland Telefon 02234-9921-555, www.industriemuseum.lvr.de/oelchenshammer

Öffnungszeiten. April (erster Sonntag) - Oktober, jeden Sonntag 14 - 18.00 Uhr und Deutscher Mühlentag, jeden 1. Sonntag Schmiedevorführungen, Hunde nicht erlaubt, www.industriemuseum.lvr.de/familienangebote

Industriedenkmal. Die wasserbetriebe Hammerschmiede mit Wohngebäude, ist eine Außenstelle des LVM-Industriemuseums Kraftwerk Ermen & Engels.

Industriemuseum Oelchenshammer

Historisches

Den ersten Schlag machte der Oelchenshammer 1787. Im Oelchenshammer wurden für die Wein- und Ölfässer die Bänder geschmiedet. Die Firma Eduard Dörrenberg Söhne erwarb den Oelchenhammer(1860), die alte Ründerother Hütte mit Puddelofen (1869).

Mit dem Puddelverfahren (seit 1784) konnte man bruchfesten, elastischen Stahl in größeren Mengen herstellen. Dieses Verfahren verfeinerte die Firma Eduard Dörrenberg und nannte den Stahl „Janus-Stahl“. Es wurden Beile, Äxte, Sägen und Messern hergestellt, die gute Absatzmöglichkeiten erzielten, weil sie dauerhaft scharf blieben.
1940 wurde das Puddelwerk in Ründeroth geschlossen und das war auch das Ende des Oelchenshammer. 

1967 wurde der Hammerschmiede, nach gründlicher Sanierung, als Denkmal der Eisenerzeugung im Oberbergischen Kreis geöffnet und später (1980) vom LVR-Industriemuseum übernommen.