Papiermühle Alte Dombach

Papier selbst herstellen, in Deutschlands größtem Papiermuseum.

Aus alten Schnipseln frische Briefbögen schöpfen - ist kinderleicht und macht Spaß.

Informationen

LVR-Industriemuseum, Papiermühle Alte Dombach, Kürtener Straße, 51465 Bergisch Gladbach, Telefon 02234-9921555, www.industriemuseum.lvr.de

Öffnungszeiten.

Dienstag - Freitag 10.00 - 17.00 Uhr

Samstag - Sonntag 11.00 bis 18.00 Uhr

Montag geschlossen

Programm des Fördervereins www.papiermuehle-alte-dombach.de

1889

Historische Papiermaschine

In Deutschland werden jährlich zehn Millionen Tonnen Altpapier wiederverwertet. Nicht nur, wie viele Menschen und Maschinen früher dafür arbeiteten, erfährt man, sondern ein Mühlrad, ein Lumpenstampfwerk und ein Laborpapiermaschine treten hierfür in Aktion.

Die historische Papiermaschine PM 4 (aus dem Jahr 1889) war bis 1991 im Einsatz und produziert noch immer farbiges Papier nach Wunsch. Sie hat eine beeindruckende Länge von 40 Meter und 5 Meter Höhen.

Außengelände der "Alten Dombach"

Themen-Spielplatz

Heute befinden sich auf dem Gelände schöne Sitzgelegenheiten und ein toller Spielplatz zum Thema Wasserkraft mit kleinem und großem Mühlrad sowie Matschbereichen und Spielhaus.

Im Schaugarten wachsen Pflanzen, aus denen sich Papier herstellen lässt. Und, viele Felder wurden einst mit Papyrus zur Papierherstellung bepflanzt. Im Arbeiterwohnhaus nebenan, kann man erahnen, wie damals die Papiermacher-Familien im 19. Jahrhundert lebten.

Papiermuseum "Alte Dombach"

Wissenswertes

Das Museum ist weitgehend barrierefrei, Gehwege sind allerdings mit Kopfsteinpflaster etwas beschwerlich. Bei Bedarf kann man mit dem PKW direkt vor das Museum fahren, Aufzug für alle Etagen vorhanden.

Das Museum bietet Führungen für Menschen mit Behinderung an, von Gebärdensprachdolmetscher oder Mulitmedia-Guide in Gebärdensprache bis zur Akustikführung mit Hörtexten, bitte 4 Wochen vorher anmelden.

Angebot für Schulen

Das Museum ist ein außerschulischer Lernort. Für alle Schulformen und Projektwochen sind Angebote vorhanden Telefon 02202-936680

Führungen/ Kindergeburtsag

Individuelle Führungen für Kindergeburtstag oder Betriebsausflug können mit verschiedenen Schwerpunkten gebucht werden.

Papiermühle Alte Dombach

Historisches

Die Strunde (Bach an der Papiermühle) führte gleichmäßig Wasser und war die wichtigste Grundlage für die Papierherstellung in Bergisch Gladbach. Die Konzession zur Betreibung einer Papiermühle an der Strunde wurde um 1614 erteilt.

Der Name der Mühle bezog sich auf den Dombach, der hier in die Strunde mündete, den Zusatz Alte Dombach erhielt die Mühle 1876, um sie von der zweiten Papiermühle (Neue Dombach) an der Strunde unterscheiden zu können.

Jakob Maurenbrecher übernahm die Papiermühlen seiner Konkurrenten und nahm 1843 als erster eine Papiermaschine in Betrieb. Als er zunehmend in wirtschaftliche Schwierigkeiten geriet, erklärte er 1875 seinen Bankrott.

Die Papierfabrikant Zanders, (Besitzer der Schnabelsmühle) und größter Papierproduzent vor Ort (380 Arbeiter) übernahm 1876 die Papiermühlen Alte Dombach und Neue Dombach (160 Arbeiter).

1895 wurde die Produktion von Kunstdruckpapier aufgenommen. Um die Wasserversorgung sicherzustellen, wurden zahlreiche Grundsücke im Tal der Strunde erworben.

1929 wurde die Alte Dombach stillgelegt und zu Werkswohnungen umgebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die beschädigten Gebäuden wieder aufgebaut, modernisiert und erweitert. 1952 wurde auch die Neue Dombach stillgelegt und wird seitdem von verschiedenen Gewerbebetrieben genutzt.

1987 übertrug die Zanders Feinpapiere AG und die J.W. Zanders AG, das in seinen Grundzügen noch erhaltene, historische Mühlen-Ensemble Alte Dombach, dem Landschaftsverband Rheinland.

Seit 1999 ist es ein Museum, um die Geschichte der Papierherstellung und Papierverwendung zu erzählen.

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