Bergischer Jakobsweg

Nach Santiago de Compostela

Pilgern ist eine Tradition, die verschiedenste Religionen pflegen. Und, der Jakobsweg zählt zu den beliebtesten Pilgerwegen weltweit. Der Jakobsweg ist nicht ein Weg sondern ein Netz von vielen Wegen. Am Ende führen alle nach Santiago de Compostela. Es gibt viele Zubringer-Wege zu dem einen Hauptweg nach Spanien.

Pilgern auf dem Jakobsweg

Informationen

Kleine Jakobsweg-Etappe
Länge 15,4 km
Dauer 4-5 Stunden
Schwierigkeit mittel

Jakobsweg Etappe Wermelskirchen - Odenthal 

Start Jakobsweg in Wermelskirchen.
Wanderparkplatz in Wermelskirchen-Eifgen im Naturschutzgebiet Eifgenbachtal

Pilgerweg Etappe

Bergischer Jakobsweg

Den Bergische Jakobsweg kann man gut in kleinen Etappen (Halb-Tagestour) einteilen. Die Etappe von Wermelskirchen zum Altenberger Dom (ca.15 km) ist auch für Pilger-Anfänger geeignet. Das Ziel, den Altenberger Dom, hat man schon von Ferne vor Augen. Startpunkt ist der Wanderparkplatz in Wermelskirchen-Eifgen. Auf der Etappe gibt es für Wanderer nette Einkehrmöglichkeiten: Die Neue Mühle und die Rausmühle mit Biergarten. Wem die 4 Stunden zu weit sind, kann auch bei der Stadtkirche in Wermelskirchen starten. 

Der gesamte Bergische Jakobsweg (160km) führt in acht Etappen von Wuppertal-Beyenburg über Köln bis zur belgischen Grenze bei Aachen.

Santiago de Compostela

Wohin führt der Jakobsweg?

Ziel des Jakobsweges ist Santiago de Compostela. Heute ein beliebter Wallfahrtsort in Spanien. Auf die Grabstätte des Apostels baute man (11. Jahrhundert) die beindruckende Kathedrale. Die Kathedrale von Santiago de Compostela ist ein wirklich bedeutsames Pilgerziel.

Wer war der Heilige Jakobus?

Von Apostel Jakobus wird in der Bibel berichtet. Er war einer der zwölf Jünger Jesus. Der Apostel war missionarisch in Spanien unterwegs und wird als Heiliger verehrt. Die Kathedrahle Santiago de Compostela wurde über seiner Grabstätte erbaut. Allerdings befinden sich in Spanien angeblich nur die Gebeine. Die Grabstätte des Schädels sei in Jerusalem in der St. Jakobus-Kathedrale.

Warum pilgert man auf dem Jakobsweg? 

Im Mittelalter entwickelte sich, neben Rom und Jerusalem, das Grab des Jakobus in Spanien zu einem Wallfahrtsort. Es kursierten Berichte von Wundern. Die Gläubigen erhofften Sündenvergebung und göttliche Hilfe auf dem Pilgerweg. Dabei benötigten sie einem Heiligen als Fürsprecher. Die Kirche tat Einiges um den Pilgerstrom zu fördern. So wurde die Reise nach Santiago de Compostela eine Form der Sühne und Sündenerlass für die Gläubigen.

Etwas tun, um Schuldgefühle loszuwerden gibt es in verschiedenen Religionen. Und, auf historischen Spuren zu wandern, hat etwas Bewegendes. Auf der Pilgerung hört man beeindruckende Geschichte, sieht historische Bauwerke und Kirchen, man hat Zeit für spirituelle Begegnungen und Ruhe zum Nachdenken. Es gibt sehr vielfältige Beweggründe. 

Welches ist der richtige Jakobsweg?

Der Jakobsweg ist nicht ein Weg, sondern ein ganzes Netz von Wegen über Europa verteilt. Wie ein Bach in einen Fluss fließt, so münden die Jakobswege in die großen Hauptwege in Spanien. Mit "Der Jakobsweg" ist meist die letzte Strecke (Camino Francés) in Spanien gemeint. In den einzelnen Regionen haben sie häufig Beinamen wie "Bergischer Jakobsweg". Ausgeschildert sind sie alle mit der Muschel, dem Jakobsweg-Zeichen. (gelbe Muschelstrahlen auf blauem Grund). Alle Jakobswege in Deutschland finden sie hier.

Der Jakobsweg 

Der Jakobsweg (spanisch: Camino de Santiago) wurde schon im Mittelalter benutzt. Man teilte die großen Entfernungen in Tages-Etappen mit dem Ziel am Abend eine Unterkunft zu erreichen. Deshalb baute man entlang des Pilgerweges Burgen, Herbergen und Sakralbauten. Die beeindruckenden Kirchen, zählen auch heute noch zu den Höhepunkten der Pilgerreise. Im Prinzip führen die Jakobswege durch sämtliche historisch bedeutsamen Städten. Die Geschichte zu erwandern, auf historischen Spuren von Kirche zu Kirche zu gehen ist ein Erlebnis.

Der Jakobsweg in Spanien

Der Jakobsweg in Spanien (ca 800 km) verläuft von den Pyrenäen (spanisch-französiche Grenze) zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela. Viele Pilger starten hier. Wer allerdings Meditation sucht sollte wissen, dass der Jakobsweg zu den bekanntesten Pilgerwegen zählt. Je näher man dem Ziel kommt, desto mehr Gleichgesinnte sind auf dem Weg.

Wo startet der Jakobsweg in Deutschland?

Ein schöner Start ist in Marburg. Die Elisabethkirche ist eine der ältesten gotischen Hallenkirchen. Von hier führt der Jakobsweg in die Domstadt Köln, weiter nach Aachen über Frankreich nach Spanien. Drei Pilgerwege nach Marburg wurden 2007 als "Elisabethenwege" beschildert. Der Jakobsweg ist von Marburg nach Köln deckungsgleich mit dem "Elisabethenweg". Die Strecke von Marburg nach Köln gehört zu den schönsten Pilgerwegen in Deutschland. 

Das Pilgern begeistert viele. Deshalb werden die Pilgerwege des Mittelalters wieder entdeckt und ausgeschildert. Dadurch entstehen zahlreiche Jakobswege. Inzwischen gibt es viele Zubringerweg und so beginnt der Jakobsweg fast vor der eigenen Haustür.

 

Wie lang ist der Jakobsweg?

Pilgerweg in Spanien

Der spanische Jakobsweges in Spanien ist "Camino Francés". Mit seiner 1000-jährige Geschichte gehört er zu den beliebtesten Pilgerwegen. Menschen unterschiedlichster Herkunft, Glaubensrichtungen und Generationen zieht er in seinen Bann. Der Pilgerweg (ca 800 km) ist in 32 Tagestouren eingeteilt. Wer sich auf den Weg macht, sollte einen Wanderführer mitnehmen, der die einzelnen Etappen, präzise Wegbeschreibungen und detaillierte Karten beinhaltet. Flug buchen in der Nähe von Camino Frances/Spanien. Mögliche Flughäfen sind Bilbao, Santander und Oviedo.

Jakobsweg von Porto nach Santiago 

Jakobsweg in 14 Tagen. Wer als Jakobspilger lieber etwas abseits der beliebten Hauptroute Camino Francés wandert, ist auf dem Camino Portugues genau richtig. Der deutlich kürzere Jakobsweg (ca 241km) führt von der Hafenstadt Porto (Portugal) nach Santiago de Compostela. Der Weg ist an der Küste entlang und bietet ebenfalls ein intensives Pilgererlebnis. Flug nach Porto/Portugal

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