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Friedrich Engels

Wo Familie Engels früher einmal lebte

Das Leben des Fabrikanten Friedrich Engels. Und, wie sich die Technik durch die industrielle Revolution (England) im Bergischen Land veränderte.

Eine Ausstellung der Familie Engels und dessen Sohn Friedrich Engels jun. der den Marxismus gründete befindet sich im 1. Obergeschoss des Museums für Frühindustrialisierung. 

Die Familie besaß ursprünglich fünf Wohnhäuser in Unterbarmer Bruch. Das 1775 errichtete Wohnhaus der Familie Johann Caspar Engels (Großvater von Friedrich Engels jun.) kann nur in kleinen Gruppen besucht werden (max 10 Personen). Das Geburtshaus von Friedrich Engels jun. wurde im zweiten Weltkrieg zerstört.
 

Historisches Zentrum

Informationen


Adresse. Friedrich-Engels-Haus, Engelstraße 10, 42283 Wuppertal, www.friedrich-engels-haus.de

Zum Historischen Zentrum gehören die Museen "Engels-Haus" und "Museum für Frühindustrialisierung".

Adresse. Museum für Frühindustrialisierung, Engelstraße 18, 42283 Wuppertal, ist barrierefrei, Aufzug in alle Etagen vorhanden, Führungen für Sehbehinderte möglich. Telefon 0202-5634375 

Historisches

Stammbaum der Familie Engels

Urgroßvater Johann Caspar Engels, 1715-1787. War Garnbleicher und Bandwirker, 1770 gründete er die mechanische Spitzenfabrikation in Unterbarmener Bruch. ( Bruch bezeichnete man die Ortslage um die Friedrich-Engels-Allee, dem heutigen historischen Stadtteil der alten Stadt Barmen)

Großvater Johann Caspar Engels 1753-1821
Johann Caspar Engels war Manufakturbesitzer, Großhändler und gründete 1803 das Barmer Mineralbad neben der väterlichen Firma und betrieb zusätzlich eine Ziegelei. Trotz Absatzkrise 1808 beschäftigte er in der geerbten Manufaktur 300 Arbeiter. Er betrieb Großhandel mit Seide aus Italien und überstand die wirtschaftliche Krise (durch englischen Import) vergleichsweise problemlos. Er errichtete Schulen für die Kinder seiner Arbeiter, war sehr gläubig und hatte enge Beziehungen zu Theologen der Zeit.

Vater Friedrich Engels sen. 1796-1860
Vater Friedrich Engels sen., lernte in Frankfurt den Beruf des Kaufmanns, danach arbeitete er im Familienunternehmen in Barmen. 1837 gründete mit dem englischen Fabrikant Peter Albertus Ermen eine Baumwollspinnerei Ermen & Engels in Manchester und in Engelskirchen, wo er das Recht erwarb die Wasserkraft der Agger gewerblich zu nutzen.

Für den Standort Engelskirchen entschied man sich, dem lukrativen Wassergefälle von 20 Fuß, dem preiswerteren Grundstück und vor allem der ärmlichen Umgebung und somit billigen Arbeitskräfte wegen. 1844 startete die Produktion. Der Firmensitz blieb bis 1885 in Barmen.

Friedrich Engels sen. war kirchlich sehr engagiert und tief verwurzelt im bergischen Pietismus (Rückbesinnung auf das zentrale Glaubensleben). Er gründete in Engelskirchen eine Unterstützungskasse für seine Arbeiter, die im Falle einer Krankheit die Familie versorgte.

Das Verhältnis zu seinem Sohn Friedrich Engels jun. der mit Karl Marx den Marxismus entwickelte, war sehr spannungsgeladen, besonders als dieser sich aktiv beim Elberfelder Aufstand beteiligte.

Fabrikgebäude von Ermen & Engels in Engelskirchen ist heute das LVR-Industriemuseum mit Schwerpunkt Baumwollspinnerei und erstes Elektrizitätswerk der Region. Friedrich Engels sen. baute sowohl in Barmen als auch in Engelskirchen eine Fabrikantenvilla und eine Kirche.
 

Wegbegleiter von Karl Marx

Friedrich Engels jun. 1820-1895

Er war mit Karl Marx befreundet, sie entwickelten gemeinsam die Theorie des Marxismus. Am 28.11.1820 in Wuppertal- Barmen geboren war er der älteste von neun Kindern des pietistisch geprägten Textilunternehmers Friedrich Engels sen. Er verließ kurz vor dem Abitur die Schule und absolvierte die kaufmännische Ausbildung in Bremen. Schon damals begann seine journalistische Tätigkeit, teilweise unter dem Pseudonym Friedrich Oswald. 1839 machte er auf die Missstände in Wuppertal und den Zusammenhang von Armut und pietistischen Lebenseinstellung aufmerksam. 

1841 machte er in Berlin seinen Militärdienst wobei er Vorlesungen zur Philosophie besuchte und sich dem Kreis um Hegel annäherte dessen rückständigen Idealismus er später kritisierte. Zwei Jahre (1842-1844) verbrachte er in der Baumwollfabrik seines Vaters in Manchester (England) und kam dort mit der Arbeiterwelt in Berührung. 1844 traf er Karl Marx mit dem er das Manifest der kommunistischen Partei verfasste und eine lebenslange Freundschaft pflegte. Während der Märzrevolution nahm Friedrich Engels aktiv an den Aufstand 1849 in Elberfeld und Barmen teil, nach deren Niederlage er fliehen musste. Ab 1850 verwaltete er für fast 20 Jahre die väterliche Fabrik in Manchester und unterstützte den fast mittellosen Karl Marx.

1869 verkaufte er seine Firmenanteile an Ermen, verließ das Unternehmen und ließ sich als wohlhabender Mann in der Nähe von Karl Marx in London nieder.

1870 schreibt er über 60 Artikel zum Deutsch-Französischen Krieg. 1871 wurde er Sekretär im Generalrat der internationalen Abeiterassoziation der „I. Internationale“ für Belgien, Dändemark, Protugal, Spanien Italien. Engels beherrschte zwölf Sprachen aktiv, zwanzig passiv. 

Nach dem Tod von Karl Marx war Friedrich Engels Ziel die politischen Werke zu verbreiten und fortzusetzen. Er war die unbestrittene Autorität der deutschen Arbeiterbewegung. Friedrich Engels spielte neidlos, wie er erklärte, die zweite Violine und überließ Marx die erste. Seine Freundschaft ging so weit, dass er den unehelichen Sohn (Frederick Demuth) von Marx mit dessen Haushälterin als seinen Sohn ausgab, aus Rücksicht auf Marx Ehefrau und den öffentlichen Skandal. Seine langjährige Geliebte Lizzie Burns, heiratete er einen Tag vor deren Tod.

Obwohl Friedrich Engels den größten Teil seines Lebens in England verbrachte, blieb er seiner Heimat stets eng verbunden. www.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Engels

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