Im Neanderthal

    Eiszeitliches Wildgehege

    Welche Tiere lebten zur Zeit der Neanderthaler? Im Eiszeitlichen Wildgehege wurde durch Kreuzung ursprünglicher Rassen, Tiere gezüchtet, die ihren Vorfahren sehr ähnlich sind. Ein Rundwanderweg mit Informationstafeln führt um das gesamte Gehege.

    Freiwildgehege Neanderthal

    Information

    Adresse. Eiszeitliche Wildgehege, am Neanderthal Museum, Talstraße 300, 40822 Mettmann, www.wildgehege-neandertal.de

    Öffnungszeiten. Ganzjährig, frei zugänglich, kostenfrei, Rundweg ca. 60-90 Minuten, Tiere bitte nicht füttern, nur teilweise für Kinderwagen und Rollstuhl befahrbar.

    Tierfutter. Der Verein freut sich über gesammelte Kastanien und Eicheln für den Winter (bitte am Stall abgeben).  Gabriele Meisner, Telefon 0173-2817352. Naturschutzverein Neandertal e.V. Otto Kahm, Telefon 02104 - 25273

    Eiszeittiere

    Neanderthal

    Jagdbeute der Neanderthaler waren Auerochsen, Tarpane und Wisente. Die Tiere im Eiszeitlichen Wildgehege (23 Hektar) suchen bei Schnee, Regen und an heißen Tagen, Schutz unter den Bäumen. Sollte man sie nicht sehen, haben sie sich dort untergestellt. 

    Auerochsen 

    Auerochsen waren ursprünglich weit verbreitet, sowohl in Europa, Nord-Afrika und West-Asien. Der Bulle war das mächtigste Landtier in Europa (Gewicht 1 Tonne, Schulterhöhe 1,75- 1,88 Meter). Bereits im 17. Jahrhundert wurden sie vorwiegend durch das gezüchtete (domestizierte) Weidevieh ausgerottet.

    Tarpane

    Der Tarpan war ein eurasisches Wildpferd, das in Mittel- und Osteuropa und Russland lebte. Ihr natürlicher Lebensraum war der Wald, durch dessen Zerstörung er ausrottet wurde. Um 1930 versuchten die Brüder Heck durch Rückzüchtung den Tarpan „wiederauferstehen“ zu lassen. Es wurden Przwalski-Pferde mit isländischen und gotländischen Pferden gekreuzt. Auch durch Kreuzungen mit den Koniks versuchte man die typischen Merkmale des Tarpans wieder zu gelangen. 

    Der heutige Tarpan hat mausgraues Fell mit einem dunklen Aalstrich, eine zweifarbige Mähne und Zebrastreifen an den Vorderfuß. Die Pferde leben ganzjährig draußen und sind besonders robust und unempfindlich gegen Wetter und Krankheiten.

    Wisente

    Die Wisente sind die größten Landsäugetiere in Europa und leben in Herden von 10-12 Tieren. Ein Wisent-Bulle wiegt 500 - 1.000 Kilogramm. Die Wisent-Kühe sind etwas kleiner (300 - 500 Kilogramm). Sie sind Wiederkäuer und ernähren sich von Gras, Laub, Wurzeln, kleinen Ästen und Baumrinde. Die Zerstörung des Lebensraumes gefährdete auch ihre Art. Der Bestand wurde durch Zoos gesichert. 

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