LVR-Industriemuseum Textilfabrik Cromford

Spinnmaschinen-Spionage

In der Textilfabrik Cromford wird die Geschichte der Spinnereien und Webereien erzählt, nämlich wie aus Baumwolle das fertige Garn entstand - im Akkord. Dabei treibt das Wasserrad heute wie damals die vollmechanischen Spinnmaschinen an. Ein tolles Museum zum Verstehen.

LVR-Industriemuseum Textilfabrik Cromford

Information

Adresse.
LVR-Industriemuseum Textilfabrik Cromford
Cromforder Allee 24
40878 Ratingen
Telefon 02234-9921555
www.industriemuseum.lvr.de

Öffnungszeiten.
Dienstag - Freitag 10.00 - 17.00 Uhr
Samstag und Sonntag 11.00 - 18.00 Uhr
Montag geschlossen

Geheimnis des Spinnens

Wie funktioniert ein Spinnrad?

Die Textilfabrik Cromford (1783) von Johann Gottfried Brügelmann war die erste mechanische Baumwollspinnerei außerhalb Englands. Wie es ihm letztendlich gelang, die Maschine nachzubauen, ist unklar, denn Wirtschafts-Spionage stand unter Todesstrafe. 

Brügelmann war lange in England (Cromford) bei Richard Arkwright, um an das Geheimnis der mechanischen Spinnereien (Waterframes) zu kommen. Eine Familienchronik besagt, dass er selbst als Spinner dort arbeitete, um das Geheimnis zu lüften. Tatsache ist: 1783 hatte Brügelmann ein mechanisches Spinnrad.

Woher kommt der Name Cromford?

Als Standort wählte er Ratingen und seine Fabrik nannte er nach der englischen Ortschaft "Cromford". Hier hatte er lange als Arbeiter gelebt und gearbeitet. In der Textilfabrik wurden alle Spinnräder mit Wasserrädern betrieben. So konnte er 600 Fabrikarbeiter, damals eine unvorstellbare Zahl, in der Textilfabrik Cromford beschäftigen.

Nach Auslaufen seines Privilegs (Urheberrecht) entstanden in der Region größere und modernere Spinnereien. 1890 geriet Cromford in wirtschaftliche Schwierigkeiten, wurde wiederholt verkauft und 1920 in eine Genossenschaft umgewandelt. 1977 schloss man diese. Heute ist es ein beeindruckendes Industriedenkmal.

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